Zum Farbe tanken nach Solln ins Archiv Geiger

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Der Maler, Architekt und Bildhauer Rupprecht Geiger verstand es scheinbar einfache Werke zu schaffen, die faszinieren, weil sie mit sehr viel Wissen und Können erschaffen wurden. 

Neonpink, Rupprecht Geiger, Malerei, Künstler, München
Ein Dialog mit der Farbe

Eigentlich war Geiger Architekt und selbst Sohn eines Malers. Wer seine Bilder erlebt hat, wird verstehen, was mit dem Begriff „Farbe tanken“ gemeint ist. Rupprecht Geiger verwendete einfache Formen und intensive Farben. Er hat sich im Laufe seines langen Lebens (er wurde über 100 Jahre alt) systematisch mit der Wirkung von Farbe beschäftigt. So gelang es ihm Gemälde und Farb-Installationen von großer Intensität zu erschaffen. Mittlerweile sind seine Werke in Museen rund um die Welt zu Hause.

Skulptur, Rupprecht Geiger, München
Konkav gerundet, 1973

Wie in der Malerei so hat er auch in der Bildhauerei das geschafft, was viele anstreben: wiedererkennbare Ikonen. Seine Skulpturen sind gleichzeitig monumental präsent und zurückhaltend. Eine Balance, die schwer zu erreichen ist. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, Raum nicht nur spüren, sondern regelrecht zu verstehen.

Archiv Geiger, München Künstler, Rupprecht Geiger
Einfach Formen anziehende Farben

Das Atelier des Münchner Künstlers  ist inzwischen ein Archiv in dem man an Originalen sehen kann, wie der Künstler seine faszinierenden Werke erschuf. Steht man vor den Bildern Rupprecht Geigers, so ist man fasziniert und das obwohl da auf den ersten Blick eher einfache abstrakte Formen sind. Der Hauptakteur ist leicht auszumachen: die Farbe. In Geigers monumentalen Installationen, die hier nur im Modell zu sehen sind, wird der Besucher von Farbe und farbigem Licht regelrecht eingehüllt.

Neonpink, Rupprecht Geiger, Farbraum
Pink ready for action

Das von Geiger so gerne verwendete Neonpink hat als Tagesleuchtfarbe besondere Eigenschaften. Das Pigment reagiert mit UV-Licht, die Farbe leuchtet aus dem Bild heraus. Viele Bilder entstanden zudem in diversen, feinen Schichten mit minimalen Abstufungen. Die meisten Maler verarbeiten Farbe aus der Tube oder zumindest Pigmente aus übersichtlichen Farbtütchen. Rupprecht Geiger reichte das nicht. Er verarbeitete die Farbe direkt aus der Tonne.

Archiv Geiger, Kunst-Ausflug, München
Archiv Geiger in München-Solln

Wer je eine seiner riesigen Installationsobjekte betreten hat, weiß wie gut sich Farbe anfühlen kann. Der Weg nach Solln für einen Selbstversuch lohnt sich.

ARCHIV GEIGER, Muttenthalerstr. 26, 81477 München
Mo 10:00 – 14:00 Uhr, Di   17:00 – 20:00 Uhr Di   17:00 oder nach Vereinbarung
www.archiv-geiger.de

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